
KUNSTTHERAPIE
mit analogen und digitalen Medien
KATHARINA BRADL
Dipl. Kunsttherapeutin

Mein Name ist Katharina Bradl, geboren 1982, ich bin diplomierte ganzheitliche Kunsttherapeutin, arbeite nebenbei in einer Tagesstruktur für Menschen mit Behinderungen, bin Mama von zwei Kindern und lebe und arbeite in Wien. Schon früh habe ich erkannt, dass Kreativität für mich eine wirkungsvolle Ausdrucksform ist – ein Weg, um Emotionen sichtbar zu machen und innere Prozesse zu verarbeiten.
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Nach meiner Matura an der HLA Herbststraße im künstlerischen Zweig begann ich mein Studium der Psychologie an der Universität Wien. Kurz darauf entdeckte ich aber die Akademie für Kunsttherapie – und wusste sofort, dass das meine eigentliche Richtung ist. Die Verbindung von Kunst und Therapie hat mich von Anfang an fasziniert und begleitet mich bis heute in meinem künstlerischen und beruflichen Alltag.
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Besonders in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – bei ProSoz Wien, ProMente Wien und in der Klinik Hietzing – habe ich erlebt, wie kraftvoll Kunst als Ausdrucksmittel sein kann. Sie ist mehr als nur Ästhetik – sie gibt Raum, wo Worte nicht reichen.
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GANZHEITLICHE KUNSTTHERAPIE
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Ich bin ganzheitliche Kunsttherapeutin- was heißt das? Der Begriff ganzheitlich beschreibt, dass wir Menschen ein Ganzes mit vielen Aspekten sind, und zwar sind wir körperlich, emotional, mental und soziokulturell. Wenn wir zum Beispiel körperlich erschöpft sind, kann das unsere Stimmung beeinflussen. Umgekehrt kann emotionaler Stress sich in körperlichen Beschwerden äußern. Auch unsere Gedanken spielen eine Rolle: Negative Denkmuster können unser Wohlbefinden senken, während positive Erfahrungen uns körperlich stärken. Unser soziales Umfeld hat ebenfalls großen Einfluss – Beziehungen können uns Kraft geben oder uns belasten. Auch wenn nur ein Bereich betroffen ist, gehört er immer zum Ganzen und ist mit allem verbunden. In der Kunsttherapie geht es darum, wieder Zugang zu unseren gesunden und kreativen Anteilen zu finden- auf allen Ebenen.
KUNSTTHERAPIE IST KEIN KUNSTKURS
Es geht nicht darum, perfekte Techniken zu erlernen oder schöne Bilder zu malen. Vielmehr schaffe ich eine offene, ruhige und wertfreie Atmosphäre die Sicherheit und Halt gibt. In der Kunsttherapie kann jede*r frei experimentieren- ohne Leistungsdruck oder richtig oder falsch. Wenn jemand nicht weiß, wo er anfangen soll, gebe ich Impulse oder man kann sich von einer geführten Meditation inspirieren lassen oder einfach mit den Händen in Ton arbeiten. Unterschiedliche Materialien sprechen verschiedene Emotionen an – Aquarell kann Verhärtetes ins Fließen bringen, Pastell lädt zum Träumen ein, Ton gibt Form und Erdung.
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Oft fällt es schwer, direkt über Gefühle oder belastende Themen zu sprechen. In der Kunsttherapie kann Erlebtes durch Farben, Formen und Materialien zum Ausdruck gebracht werden. Ein zentraler Aspekt ist die Dreierbeziehung zwischen dir, mir und dem Kunstwerk. Anstatt direkt über dich und deine Gefühle zu sprechen, kannst du über dein Bild oder Objekt erzählen – das kann entlastend sein, den Zugang zu Emotionen erleichtern beziehungsweise macht es manchmal leichter, Dinge zu erkennen und zu verarbeiten. Oft sind uns unsere Blockaden und Stärken gar nicht so bewusst. Der kreative Prozess hilft dabei, sich selbst besser zu verstehen: Wie gestalte ich? Mit welcher Energie, mit welchem Material? Was zeigt sich unbewusst in meinen Bildern? Diese Erkenntnisse lassen sich oft auf den Alltag übertragen – Oft spiegeln sich darin Muster, die auch in anderen Lebensbereichen wie Beziehungen oder Arbeit eine Rolle spielen- wie wir unser Leben und unser Umfeld gestalten. Ich begleite dich dabei, deine Art des Ausdrucks bewusster wahrzunehmen. Durch meine Impulse, meine Wahrnehmung und mein Feedback wird dir nach und nach klarer, wie du Dinge angehst, mit welcher Herangehensweise und welchen Entscheidungen. Beim gemeinsamen Reflektieren lernst du dich selbst besser kennen und erkennst, welche Muster und Ausdrucksweisen sich in deinem Tun zeigen.
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Die Kunsttherapie bietet dir einen geschützten Raum, um neue Handlungsmöglichkeiten auszuprobieren. Festgefahrene Muster – sei es im Verhalten, in der Wahrnehmung oder im Umgang mit Gefühlen – können sich lösen. Durch kreatives Experimentieren mit allen Sinnen kannst du spielerisch neue Ausdrucksformen entdecken und Alternativen erproben. So entstehen neue Perspektiven und Lösungsansätze, die dir helfen, mehr Leichtigkeit und Selbstbestimmung in deinem Leben zu gewinnen.
Gleichzeitig wird unser Gehirn durch das Erproben neuer Ausdrucksmöglichkeiten angeregt – es entstehen neue Verbindungen und Gedächtnisspuren. Wiederholen wir bestimmte Handlungen, festigen sich diese Verbindungen und neue Denk- und Handlungsmuster werden leichter abrufbar was wir im kreativen Prozess lernen, kann uns also im Alltag helfen, flexibler zu denken und anders zu handeln.
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Abgesehen davon wirkt eine kunsttherapeutische Einheit auch für sich alleine: wir tauchen mit allen Sinnen ins kreative Tun ein: unsere Hände werden aktiv , wir spüren, hören, sehen, riechen, nehmen Farben, Formen und Materialien bewusst wahr. Im stressigen Alltag bleibt dafür oft wenig Zeit. Dieses Eintauchen in den kreativen Prozess, hilft uns, uns zu zentrieren und kann überraschend positvie Effekte auf unser Wohlbefinden haben.

KÜNSTLERISCHER LEBENSLAUF
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1989-1992
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Klavierunterricht
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1997-2003
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HLA Herbststraße für künstlerische Gestaltung; Schwerpunkt: Plastisches Gestalten- Metall, Keramik, Holz
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2007
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AKT Kunstsommerwoche (Poesie, Improtheater, Multimedia,…)​
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Kunst-Training: Kostüm- und Bühnenbildgestaltung bei Anja DERKS
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Kunst-Training: Fotografie bei Tijs HENDRIKX​
2009-2012
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Beteiligungen bei Filmproduktionen und darstellerische Tätigkeiten bei Nikolaus VUCKOVIC
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2012
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Ausstellung: „Auch Ich“, Foto Collage, in der AKT Lindengasse
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2012-2016
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Kunst-Trainings: Fotografie analog und digital bei Nikolaus VUCKOVIC
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2012-2013
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Gesangstraining bei Lydia HERMANN
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2015
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Kunst-Training: Theater bei Norman TAYLOR
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Kunst-Training: Tanz bei Harald HERMANN
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2016
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Ausstellung: „Visible“, analoge Fotografie in der AKT Scheffelstraße
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2023
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Vortrag an der AKT Scheffelstraße: digitale Medien in der Kunsttherapie
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Seit
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2023 Mitglied bei Popchor Wien​
Heute verbinde ich meine kreative und therapeutische Erfahrung, nutze Kunst als Mittel für Ausdruck, Selbsterfahrung und persönliche Entwicklung. In meiner Arbeit geht es nicht primär um Ästhetik. Mein Fokus liegt vor allem darauf einen geschützten Raum zu schaffen, um Emotionen sichtbar zu machen und dadurch neue Perspektiven zu entdecken.
PREISE
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Eine Einheit 60 Minuten, kostet € 80.-
Student*innen und Sozialtarife nach Vereinbarung
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Alle Preise sind inkl. Material
KENNENLERNEN
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